100 Jahre BOMAFA

27.11.2018

Tradition und Innovation – gestern, heute, morgen
Wir setzen unsere Serie „Einblicke ins Unternehmen“ fort mit dem Besuch eines ehemaligen Mitarbeiters.

Wir schätzen alle unsere Mitarbeiter und freuen uns immer, wenn wir die Ehemaligen wiedertreffen. Nicht nur, um von alten Zeiten zu schwärmen. Aber auch.
Im Falle von Herrn Nückel, „Technik-Mann“ und Leiter der Konstruktion der ersten Stunde, trafen wir kürzlich auf jemanden, der für BOMAFA und die Armaturenwelt zudem wegweisend war.

Gestern wie heute: Grundsteine Präzision und Belastbarkeit im Fokus
Herr Nückel, kam in den 1960er Jahren zu BOMAFA, damals noch am alten Standort in Bochum und baute die Abteilung der Konstruktion mit vier Konstrukteuren auf. Als Ausbilder, Zeichner, Allrounder also setzte er den Fokus, der bis heute gilt: Präzision und Belastbarkeit unserer Armaturen.
Und, er war maßgeblich an so wegweisenden Entwicklungen unserer zentralen Produkte beteiligt. Allen voran die schallarme Druckreduzierung auch bei großen Druckdifferenzen und in Kombination mit der Heißdampfkühlung mit integrierter Einspritzung (Transformer), Treibdampfunterstützter Einspritzung und die nachgeschaltete Druckzerstäubung.
„Selbstverständlich haben wir all diese Entwicklungen bis heute zum Teil erheblich weiterentwickelt, den Grundstein für zahlreiche Produkte und Produktelemente verdanken wir diesem bis heute vor Ideen sprühenden Konstrukteur. Und diesen Spirit spürt man in diesem hohen Alter heute noch“, beschreibt Bertram Gögelein, Technischer Geschäftsführer von BOMAFA die Begegnung mit dem ehemaligen Chefkonstrukteur.

Heute wie morgen: andere Medien, die Präzision bleibt
„Heute zeichnen Sie alle mit dem Computer, was wir früher von Hand gemacht haben. Aber die Qualität und die Präzision muss ja genauso stimmen“, fasst der über 90-jährige Nückel gegenüber den Mitarbeitenden des Technischen Büros zusammen.
Und die Kollegen bestätigen ihm das ganz klar: die Anforderungen an die Armaturen mit höheren Temperaturen, größerer Verschleißfestigkeit mögen gestiegen sein, Präzision und Qualität waren immer schon erfolgsentscheidend.
Nach der ausgiebigen Betriebsführung, die Herrn Nückel rundherum begeistert hat, konnten wir noch einige seiner Zeichnungen bewundern, in den alten BOMAFA-Katalogen! Schön zu sehen, wie Tradition und Innovation hier aufeinander treffen.
Nach dem „hohen Besuch“ waren sich übrigens alle einig: solch ein technischer Ideenreichtum in diesem hohen Alter zu haben wünschen wir uns alle.

Die Bilder zeigen Herrn Nückel (mitte) und unsere Geschäftsführer Friedrich Appelberg (re) und Bertram Gögelein (li), in größerer Runde mit dem Technischen Büro und zwei Abbildungen aus dem damaligen Armaturenprogrammkatalog.

01 Nckel 10 2018 02 Nckel 10 2018 03 Nckel 10 2018 04 Nckel 10 2018

 

Doppelte BOMAFA Power in Indien

09.11.2018

BOMAFA Germany und BOMAFA India: vereinte Armaturenpower für Großprojekt in Indien
Das Kraftwerk Telangana Super Thermal Power Project (TSTPP) wird von unserem Kunden GE General Electrics in Ramagundam in Telangana, Indien gebaut, wir liefern die Armaturen.

Mehrstufiger Bau mit beeindruckender Gesamtkapazität
Das Kohlekraftwerk ist derzeit im Bau der ersten Phase für eine Kapazität von 1.600 Megawatt, aufgeteilt auf zwei Einheiten à 800 Megawatt. Die Gesamtkapazität ist mit 4.000 Megawatt geplant und setzt damit dieses Kraftwerk in die Reihe der weltweit großen Kraftwerke. Das erste Kraftwerk, NTPC Ramagundam arbeitet mit einer Leistung von 2.600 Megawatt.

Doppelte BOMAFA Power in Indien: ein echtes internationales BOMAFA-Projekt
BOMAFA liefert für dieses Projekt die HP- und LP-Bypass-Armaturen und arbeitet dabei in einem echten internationalen Team. Die Konstruktion aller benötigten Armaturen wird in Deutschland entworfen, die HP-Armaturen werden hier in Bochum gefertigt. Die LP-Bypass-Stationen wiederum und die Wasserregelarmaturen fertigt BOMAFA India.

Die Gesamtverantwortung für das Projekt liegt bei BOMAFA Germany und das hat wichtige Vorteile für die gesamte Gruppe und die Kunden. Die Armaturen werden auf einem hohen Qualitätsniveau nach deutschen Standard gefertigt, die Kostenvorteile werden an die Kunden weitergegeben. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit international.

Dass diese Fertigung auf bekannt hohem BOMAFA-Qualitätsniveau geschieht und damit den Standort Indien sichert, ist auch ein Resultat aus den Investitionen der vergangenen Monate. Wir berichteten im März dieses Jahres darüber, dass wir den Standort Indien optimieren und dem technologischen Standard von Deutschland anpassen werden, um eine Inhouse-Fertigung zu gewährleisten.

Friedrich Appelberg, Geschäftsführer von BOMAFA fasst zusammen: „Diese Investitionen in den Maschinenpark und in die Teamarbeit haben sich mehrfach gelohnt. Wir sind so bestens in der Lage, Special Valves auf hohem Niveau zu fertigen, die Qualität zu sichern und wettbewerbsfähig im indischen Markt zu sein.“

Wie immer bei BOMAFA also: Erfolgreiche Teamarbeit international und eine internationale Win-Win-Situation!

Die Bilder zeigen das BOMAFA-Werk in Indien.

1 India Telangana Projekt 3 India Telangana Projekt 4 India Telangana Projekt 5 India Telangana Projekt

100 Jahre BOMAFA - Qualität und Technikkompetenz

16.10.2018

BOMAFA mit neuen Einblicken in den Alltag: Qualitätssicherung als Dreh- und Angelpunkt und Erfolgsfaktor für hervorragende Armaturen

Wir setzen unsere Serie „Einblicke ins Unternehmen“ fort mit dem Bereich Qualitätssicherung.

Wie funktioniert diese und wieso ist sie so zentral?

Qualitätssicherung als Dreh- und Angelpunkt

Die Qualitätssicherung (QS) betreut die Projekte ganzheitlich und trägt damit in erheblichem Maße zum Erfolg des Unternehmens bei. Voraussetzung dafür ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Abteilungen im Haus sowie mit Kunden und Abnahmegesellschaften.

Das Wirken der QS beginnt spätestens bei der Prüfung von QS Spezifikationen im Anfragestadium, setzt sich fort in der Betreuung des Engineerings bei Fragestellungen z.B. zu Schweißnahtgestaltung und prüfgerechter Konstruktion, Bearbeitung von QS relevanten Fragen aus der Beschaffung, Erstellung der QS Vorgaben für die Fertigung wie die Schweiß- und Prüfanweisungen, Vorgaben für die Druck- und Dichtheitsprüfung/ Funktionsprüfung, Überwachung der Schweißtätigkeiten und der Prüfergebnisse, Erstellung der Qualitäts- Dokumentation, Beantwortung von Kundenfragen und Vielem mehr.

Allrounder- und Expertenwissen ist gefragt

Dieses gleichzeitig breite wie hochspezialisierte Wissen gepaart mit seiner Ausbildung und umfangreichen Weiterbildungen sowie dem Erfahrungsschatz aus über 20 Jahren vereint bei uns Herr Herrmann. Er ist der Leiter unserer Qualitätssicherung, Dipl.-Ingenieur, und er hat genau die Voraussetzungen, die man für diesen so wichtigen Bereich braucht.

Denn neben den Kenntnissen der jeweiligen Regelwerke und technischen Hintergründe verlangt die erfolgreiche Umsetzung vor allem die Freude zur Genauigkeit aber auch den Mut zu Entscheidungen. Immer häufiger werden die Projekte, also unsere Spezialarmaturen von den jeweiligen Kunden oder von externen Prüforganisationen abgenommen. Und das ist zeitaufwendig, anspruchsvoll, bietet gleichzeitig aber auch die Möglichkeit zu fachlichem Austausch.

Kommunikation ist der Schlüssel

A propos Kommunikation und Austausch: Der Austausch in und zwischen den Abteilungen, die Aus- und Fortbildung und diese vielen Jahren an Erfahrungsschatz, die wir alle hier im Unternehmen in die Waagschale werfen können, auch das ist QS. Wissensmanagement in der Praxis sozusagen.

Zertifizierungen und Prozesse für hervorragende Armaturen und kontinuierliche Verbesserungen

Neben dem eher operativen Zweig obliegt der QS auch die Betreuung des Qualitätsmanagementsystems und die Aufrechterhaltung der Zertifizierungen nach ISO9001, der Druckgeräterichtlinie, dem AD 2000 Regelwerk und gemäß KTA (Kerntechnische Anlagen). Als eines der vielen wichtigen Elemente ist es der QS ein Anliegen, die Prozesse im Unternehmen zu beschreiben und das „Leben“ dieser Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Umso besser, dass wir in diesem Jahr die Gelegenheit ergriffen haben und mit dem Digitalisierungsprojekt des Geschäftsprozessmanagements die Prozesse erneut und grafisch aufzunehmen.

Übrigens erhält Herr Herrmann hier die Unterstützung von unserem Werkstudenten Herrn Strogalski. Sie erinnern sich? Wir berichteten im August über ihn und seine Arbeit bei uns. Mittlerweile und das freut uns sehr, ist Herr Strogalski übernommen worden und unterstützt uns in Sachen Digitalisierung & Co. also weiterhin.  

Echte Teamarbeit bei BOMAFA also auch hier.

Das Bild zeigt Herrn Herrmann bei der erfolgreichen Funktionsprüfung und Kundenabnahme im BOMAFA-Werk in Bochum.

 

100 Jahre BOMAFA

Tradition und Innovation

13.08.2018

Beide Seiten profitieren: Theorie und Wissenschaft in der Unternehmenspraxis
Die Tradition kommt, mit den richtigen Werten, fast von alleine, an Innovationen muss man arbeiten. Deshalb schätzen wir seit April 2017 den frischen wissenschaftlichen Wind und nutzen für Digitalisierung und Innovation das Knowhow zweier Masterstudenten.
Heute stellen wir die Arbeit in Sachen Business Process Management bzw. dem Geschäftsprozessmanagement (GPM) von Nils Strogalski vor. Etwas später im Sommer folgt dann unser zweiter Masterstudent.
Herr Strogalski hat Maschinenbau an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen studiert und arbeitet bei uns im Qualitätsmanagement an dem so wichtigen Thema des GPM. Dem Titel seiner Masterarbeit sieht man an, dass er bei BOMAFA genau richtig ist: „Evaluierung und Auswahl eines GPM-Werkzeuges sowie Analyse, Modellierung und Optimierung von Geschäftsprozessen in einem mittelständischen Unternehmen“. Denn hier profitieren beide Seiten, wir von den Erkenntnissen der aktuellen Wissenschaft bei der Suche nach der geeigneten Software und Nils Strogalski von den Herausforderungen, die Theorie in der Unternehmenspraxis umzusetzen.

Im Fokus: die Digitalisierung für die Nähe zum Kunden
Die hohe Qualität unserer Produkte und unserer Services sind selbstverständlich und wir haben unsere Prozesse „im Griff“. Doch an der einen oder anderen Stelle sahen wir Optimierungspotenzial, für die Dokumentation, die Analyse und gegebenenfalls die Automatisierung ausgewählter Geschäftsprozesse. Da kam uns die studentisch-wissenschaftliche Unterstützung sehr gelegen. Deshalb starten wir das Auswahlverfahren rund um die Auftragsabwicklung von Montageeinsätzen. Die Bedeutung dieses „Kommunikationskanals“ zum Kunden wird häufig unterschätzt.

Marktanalyse, Anforderungsprofil und Fahrpläne: der Auswahlprozess als Matrix
Das Team im Qualitätsmanagement hat ein Anforderungsprofil als Matrix mit fünf zentralen Kategorien erstellt, in denen sich die vorausgewählten GPM-Systeme bewähren müssen. Eine dieser Kategorien ist die Veröffentlichung innerhalb des Unternehmens, also wie die Mitarbeiter auf die Prozessinformation zugreifen können. Eine andere die Simulationsfunktion, zur Abschätzung von Prozesszeiten und -kosten.

Wer wird das Rennen machen und vor allem, welche weiteren Prozesse gehen wir an? Da gibt es noch viel Arbeit, wir sind alle gespannt auf die Ergebnisse. Wir werden berichten.

Sind Sie weiter mit dabei? Wir freuen uns, wenn Sie uns weiter begleiten bei unserem „Countdown“ durch unser BOMAFA-Jubiläumsjahr. Es gibt noch so viel zu erzählen, von den Menschen und der Technik bei uns.

Wir sehen uns!

Das Bild zeigt unser Verständnis von zeitgemäßem software-unterstütztem GPM.